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Seit Ende März läuft im Deutschen Film-Museum in Frankfurt
die Ausstellung „Winnetou und sein roter Bruder“, die sich
den Winnetou-Filmen mit Pierre Brice und dem Pendant aus der
ehemaligen DDR widmet, den DEFA-Filmen mit Gojko Mitic. Zur
Eröffnung konnte Pierre Brice nicht kommen, deshalb verabredete
er mit dem Museum den Termin am 25. April. Unter den Pierre-Brice-Fans
und unter den Besuchern der Ausstellung hatte sich herumgesprochen,
dass sich der Winnetou-Darsteller und seine Frau Hella die
Ausstellung ansehen wollten. Also zogen sie, begleitet von
einem Tross Journalisten und Fans, durch die Gänge des Filmmuseums.
Ein Geschenk hatte Pierre Brice auch parat: eine Ledertasche
für eine Friedenspfeife. „Die Friedenspfeife habe ich an Präsident
Bush geschickt, es hat aber nicht geholfen“, scherzte Brice.
Die
im Kino angesetzte Pressekonferenz wurde zu einer Fragestunde
für Jedermann. Kinder und Erwachsene nutzten die Chance, Pierre
Brice – hauptsächlich über Winnetou – auszufragen. Anschließend
bekam jeder Fan sein Autogramm – oder auch mehrere, denn einige
brachten fast ihre ganze Sammlung mit, um sie signieren zu
lassen. Viele junge Leute und Kinder waren unter dem Publikum,
die in der Ausstellung ihre Winnetou-Tauglichkeit unter Beweis
stellen: auf mehreren Monitoren laufen Ausschnitte aus diversen
Winnetou-Filmen, und die Kinder kannten sie alle. Der Reiz
dieser Filme hat bis heute nicht nachgelassen und ziehen nach
wie vor Kinder und Erwachsene in ihren Bann. Der hessische
Rundfunk nutzte den Besuch von Pierre Brice, einen Beitrag
für die VIP-Show über den Schauspieler zu drehen. Zusammen
mit Fernsehhund Paula verfrachtete Moderator Holger Weinert
Pierre Brice in einen Oldtimer „Kapitän“, um ein paar Einstellungen
zu drehen. Beim Aussteigen war Paula die schnellste und büxte
aus; fast wurde sie von einem Auto überfahren. Futter für
die BILD-Zeitung, in der am nächsten Tag die tragische Geschichte
von Paula zu lesen war, die angeblich vom Auto erfasst und
10 Meter durch die Luft geschleudert worden sei. Ihr sei aber
glücklicherweise nichts passiert, schrieb die Zeitung in ihrem
übertriebenen Artikel.
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