Cooking for Friends - Looking for Pierre
Eigentlich sollten bei der Frankfurter Buchmesse die
Bücher im Vordergrund stehen, doch die traten am
Samstag (11. Oktober) für einige Stunden in den
Hintergrund. PR-Frau Birgit Wolff ging unter die Autorinnen
und ließ für ihr Buch "Cooking for Friends"
(erschienen in der Collection Rolf Heyne) prominente
Kochlöffel kreisen; am einem Ende der Topf, am
anderen ein Promi-Hobbykoch - bis auf die Sterne-Köche
Heinz Beck und Holger Stromberg.
Einen Kochlöffel hatte auch Pierre Brice fest in
der Hand und er kochte in seinem Haus in der Nähe
von Paris für prominente Freunde - denn das war
die Aufgabe für die Küchenchefs.
Dieses Buch nun, immerhin 200 Seiten stark und nicht
nur mit leckeren und relativ einfach nachzukochenden
Gerichten, sondern auch mit vielen Fotos garniert, stellte
Ideengeberin und Autorin Birgit Wolff auf der Buchmesse
vor. Sie hatte sich namhafte Unterstützung gesucht,
unter anderem Anja Kruse, Suzanne von Borsody, Sydne
Rome, Ralf Bauer, Sascha Wussow, Michael Mendl, Siegfried
Rauch - und Pierre Brice. Und der sollte aus dem Autogramme
schreiben gar nicht mehr rauskommen. Schon eine Stunde,
bevor seine Schauspieler-Kollegen kamen, schwang er
am Stand des Heyne-Verlags statt eines Kochlöffels
einen Edding.
Ein Mann hatte Pierre Brice eine ganz besondere Geschichte
zu erzählen. Reza Haidari, ein gebürtiger
Bakhtiari (das ist ein Nomade aus Südpersien),
besuchte vor einigen Jahren seinen alten Onkel in einer
Wüste Persiens. Der alte Mann lebt dort in einer
Oase und hat in seiner bescheidenen Hütte ein Bild
von Winnetou und Old Shatterhand aus einem Karl-May-Film.
Der alte Mann schätzt die ritterliche Aura, die
Pierre Brice auf diesem Foto umgibt und bewahrt es daher
an einem speziellen Platz auf. Als Reza Haidari jetzt
Pierre Brice auf der Buchmesse sah und ihm gegenüber
stand, konnte er sein Glück kaum fassen. "Ich
möchte Sie bitten, dass ich ein Foto mit Ihnen
machen darf. Ich werde dieses Foto meinem Onkel schicken,
er wird sehr glücklich sein." Klingt fast
wie aus "1001 Nacht", ist aber wahr.
Als die anderen Co-Autoren auftauchten, war das Chaos
perfekt und ein Durchkommen im Gang zwischen den Ständen
schier unmöglich. Aber das wollten die Besucher
der Messe ja auch gar nicht, sie wollten Autogramme
und die bekamen sie. Zwischen Sekt, Canapés und
einer Menschentraube: Pierre Brice. Winnetou war umzingelt.
Doch diese Szenen sollten harmlos sein im Gegensatz
zu dem, was dann kam. Nicht auf dem Kriegspfad, aber
auf dem Weg zum Stand des Karl-May-Verlags, wo Marie
Versini eifrig ihre Biographie "Ich war Winnetous
Schwester" signierte, bahnte sich Pierre Brice,
links und rechts Autogramme gebend, eine Schneise zu
seiner Film-Schwester. Großes Hurra und Applaus
für das Geschwisterpaar, kleine Schrecksekunde
und Auweia bei Michael Petzel: Die Fans drückten
einen Stand mit Artikeln des Karl-May-Verlags ein, um
Autogramme von Marie Versini und Pierre Brice zu bekommen.
Viel Zeit für Smalltalk blieb den beiden da nicht,
zig Bücher, Poster und Lesezeichen wollten unterschrieben
werden.
Am Abend folgte dann der glamouröse Teil im Dorinth-Hotel.
Im Beisein noch mehr Prominenter stellte Birgit Wolff
ihr Kochbuch der Presse und den Gästen vor. Und
weil es sich immer besser macht, wenn man weiß,
worüber man spricht oder schreibt, gab es die Köstlichkeiten
aus dem Kochbuch live, in Farbe und zum Probieren. Allerdings
haben dafür jetzt nicht die Promis, sondern die
Köche des Dorinth-Hotels am Herd gestanden. Anja
Kruse servierte ihr Rissotto, Suzanne von Borsody füllte
die Teller und Pierre Brice beköstigte die Gäste
mit seinen gefüllten Crêpes. Welch weltliche
Genüsse - die auch den Geistlichen geschmeckt haben.
Pater Bruno, Franziskaner-Mönch aus dem Münsteraner
Kloster, trug ebenfalls seinen Teil zum Kochbuch bei.
Und er und seine beiden Mitbrüder ließen
es sich schmecken. Statt eines Verdauungs-Spaziergangs
gab es für einen Bruder einen Verdauungstanz mit
Hella Brice. Doch damit dieser beide Hände frei
für seine Tanzpartnerin hatte, musste er erst mal
das Bierglas aus der linken Hand abstellen und mit rechts
die Zigarette im Aschenbecher parken. Halleluja!
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Pierre
Brice mit seinen gefüllten Crêpes in
"Cooking for Friends". Das Buch erschien in der Collection Rolf Heyne und ist 200 Seiten stark.
Auch bei uns kocht Pierre
Brice! |
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