Pierre Brice als Akam auf DVD in "Die Mädchen aus dem Weltraum"
Pierre Brice mit Derek Farr
Derek Farr, Pierre Brice, Gareth Thomas
Technische Daten
ProduzentJames Gatward
Produktionsleitung Dickie Bamber, Rosemarie Walter
Schnitt Allan Killick, Bob Dearberg, Peter Pennell
Requisite Mike Ford
Garderobe Dulcie Midwinter
Maske Peter Robb-King, Susie Hill
Kamera Ken Hodges BSC
Tricks Allen Brice, Georg Mühleisen
Ausstattung Keith Wilson ("Space: 1999")
Musik Berry Lipman
Drehbuch Eric Paice, John Lucarotti, Ian Steward Black, Otto Strang
Regie Freddie Francis, James Gatward, Hans Heinrich, Wolfgang Storch
Deutsche Synchronisation INTEROPA FILM GmbH & CO KG GERT WEBERY Berlin
Pierre Brice in der Folge: "Ein perfektes Paar"
Die Mädchen aus dem Weltraum 1 -7
Die Mädchen aus dem Weltraum 8 - 13

Die Mädchen aus dem Weltraum


"Die Mädchen aus dem Weltraum" - englischer Fernsehtitel "Star Maidens", englischer Videotitel : "Space Attack" - ist keine Fernsehserie im herkömmlichen Sinn. Ausgegraben am 17. Juli 1999 von dem Late-Lounge-Team des HR ist sie mittlerweile mehr als eine kultige Sciencefiction-Serie, die seit ihrer Erstaustrahlung vom 8. September 1976 in England und vom 31. August 1978 (BRD) in den "Katakomben der Fernsehsender" vor sich hingammelte. Erdacht von Graf and Gräfin von Hardenberg (Jost Graf von Hardenberg & CO, Hamburg) wurde die deutsch-englische Gemeinschaftsproduktion auf 16mm Film von Portman Productions Ltd, London, in den Bray Studios bei Maidenhead mit einem Budget von 50.000 £ pro Episode gedreht. Jede Einzelepisode hat ihre eigene abgeschlossene Geschichte, gliedert sich in eine Rahmenhandlung ein, die abwechselnd auf dem Planeten Medora und der Erde spielt. Die Portman Productions griffen Ende 1975 unter ihrem Direktor James Gatward, dessen viertes Projekt "Die Mädchen aus dem Weltraum" sein sollte, die Idee von Hardenberg auf. Neben James Gatward übernahmen der Dresdner Wolfgang Storch, Freddy Francis und Hans Heinrich die Regie für die Episondenserie.

Nur auf dem ersten Blick erscheint das Bild der Oberfläche des Planeten Medora imposant, das der Designer der Ausstattung Keith Wilson aus Tischtennisbällen, Strohhalmen, Baumwollspulen und Eierschachteln angefertigt hat. Eine bessere Hand hatte Wilson für das Raumschiff Nemesis (dt. Nemaris) und die Drohnenpatrouille, die die unbewohnbare Oberfläche von Medora überfliegt. Der futurischee Stil der 70erJahre tut das seinige zur kultigen Atmosphäre: Die Frauen auf Medora tragen Helmvisiere, Boots, Shorts und ellenbogenlange Handschuhe, mit denen sie die Männer kontrollieren.

Nach der 13. Episode bleibt das Ende offen. Man hatte bereits verschiedene Schlussfolgen gedreht. Eine zweite Staffel wurde nie in Erwägung gezogen, nicht nur alleine wegen der schlechten Qualität des 16mm Films. In Deutschland, der Schweiz, Österreich, Schottland und die Region Tyes-Tees in Großbritanien wurden die gesamten 13 Episoden ausgestrahlt. Andere schnitten daraus zwei Teile zusammen oder nutzen sie als Werbefüller. Letztlich zeigte sich, dass das Konzept einer Episodenserie die Verbreitung von "Die Mädchen aus dem Weltraum" stark einschränkte. Gegen Ende verringerte sich auch das Produktionsbudget derart, dass viele Sequenzen nur noch in der Wohnsiedlung "Barrat Housing Estate" gedreht werden konnten.

Pierre Brice spielt Akam, der mit Schemm von den von Frauen beherrschten Planeten Medora auf die Erde flieht und in 8 Folgen doch recht komödiantische Abenteuer erlebt.