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© 2000 - 2012 Dr.-Ing. Martina Schneider
for Pierre Brice
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Die Marquise von B. |
Theaterdramaturg
Herbert Asmodi erzählt in seinem zweiteiligen Fernsehspiel
für die ARD das Leben einer der größten Giftmischerinnen
des 17. Jahrhunderts. Die Innen- als auch die Außenaufnahmen
der deutsch-französischen Coproduktion entstanden 1969
unter Franz-Peter Wirth auf Schloss Beauregard in Frankreich.
Die Marquise von Brinvilliers (Heidelinde Weis) lebt auf
dem Schloss ihres Gatten (Peter Pasetti) mit ihrem Liebhaber
Sainte-Croix (Sami Frey) zusammen. Der Marquis duldet und
fördert das Verhältnis, denn er liebt seine Gattin
und mit Sainte-Croix verbindet ihn eine Kriegskameradschaft.
Der Vater der Marquise ist allerdings entrüstet und lässt
Sainte-Croix, dem eigentlich mehr am Luxus denn an der Liebe
liegt, in die Bastille werfen. Dort lernt dieser einen Mann
kennen, der die Kunst des Giftmischens bis zur Perfektion
entwickelt hat. Sainte-Croix wird sein Schüler und nach
seiner Entlassung planen die Liebenden, dieses Wissen für
ihre eigenen Pläne zu nutzen. Bei einer Theateraufführung
vergiftet die Marquise ihren Vater und ihre zwei Brüder,
um an das Familienvermögen zu kommen. Nun ist ihr ahnungsloser
Gatte an der Reihe, was aber Sainte-Croix immer zu verhindern
weiß. Weitere Schwierigkeiten tauchen auf, nicht zuletzt
in der Gestalt des Kommissars Picard. Denn es fällt auf,
dass so viele Brinvilliers an geheimnisvollen Krankheiten
hingerafft werden. Sainte-Croix stirbt bei der Entdeckung
von Giftgas und die Marquise flieht in ein Kloster nach Belgien.
Der schöne wie gefürchtete Polizeisergeant Desgrais
(Pierre Brice), ein Geheimagent des Sonnenkönigs, verfolgt
sie. Im Kloster erliegt die Marquise den Verführungskünsten
des als Abbé getarnten Desgrais. So gelingen ihm ihre
Festnahme und die gemeinsame Rückkehr nach Paris, wo
die Marquise hingerichtet wird.
Der zweite Teil von "Der Marquise von B." lief
am 30. September 1970. Anfang der 90er Jahre wurde das historische
Intrigenspiel wiederholt.
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