PersonenDarsteller
Pierre Guilhem Pierre Brice
Naï Catherine Rouvel
Fähnrich Louise Velle
Bourquin Jacques Degor
Direktor der Arena Jacques Dacqmine
Samuel Jean Galland
Banderillero Bernard Rodriquez
Picador Eduro Pierre Maguelon
Gilou Sylvie Romano
Pierre Brice, Catherin Rouvel
Pierre Brice in:

Die Reue des Pierre Guilhem

Allgemeine Daten
Filmgenre MelodramaDauer 90 min
Vertrieb Progress Film Farbe++
Ursprungs-
land
Frankreich Erstauf-
führung
DDR: 03.07.1969
Technische Daten
Musik Alphonse StallaertRegie Jean de Nesle, Frédérique Hebrard
Produktion O.R.T.F./LIPDrehbuch Jean de Nesle 
Kamera Georges LeclercAusstattungAndré Ciccalini, Yvonne Sassinot
Filminhalt
1909, in der Camarque: Tag der Corrida in Arles. In der Arena findet der ehemalige Guardian Pierre Guilhelm sein Lieblingspferd "Paon" überraschend wieder, das er einst verkaufte. Als Schindmähre mit schweren Verletzungen steht das schöne Tiere vor ihm. Es wird den nächsten Einsatz vor dem Stier nicht überleben. Reue erfasst ihn und für einen lächerlich hohen Preis kauft er es zurück. Mühevoll pflegt er es gesund. Durch seinen wiedergefundenen Freund erwacht in ihm jedoch erneut die mühsam verdrängte Sehnsucht nach seiner Heimat - der Camarque. Einst hat er sein Leben als Gardian aufgeben, um mit seiner Geliebten Naï in der Stadt zusammenzuleben. Er hat Arbeit bei der Eisenbahn gefunden. Aber kann ein Guardian das Leben, welches er geführt hatte, vergessen? Naï kann und konnte zu Pierres naturverbundenem Leben und zu der eigenartigen Landschaft, in der er aufgewachsen ist, kein Verhältnis finden. Sie vermisst den Komfort und die Bequemlichkeit des Stadtlebens. Zwei unterschiedliche Gewohnheiten stoßen hier krass aufeinander. Aber Pierre widersteht den Ruf nach seiner Heimat nun nicht mehr und er findet durch Paon die Kraft, Naï zu verlassen und mit seinem Pferd an seinen Geburtsort zurückzukehren.
Hintergrund
Nach dem Roman von Jousé d'Arband "Lou Regret de Pïere Guilhem" entstand im Frühjahr 1967 in der französischen Camarque, jener Landschaft, welche das Gesicht des Rhône-Deltas entschieden prägt, der gleichnamige Farbfilm. Die bittersüße Liebesbeziehung eines Gardians, eines Viehhüters der Camarque, tritt zugunsten der Beziehung Mensch/Pferd in den Hintergrund. Der weiße Schimmel "Le Paon" als markantes Wahrzeichen der Camarques wird zum Symbol tiefen Heimatempfindens. Europas größtes Naturschutzgebiet, der "Plan du Bourg", mit seinen weißen Pferden, rosigen Flamingos, weißen strohbedeckten Lehmhütten, sumpfigen Wiesen, flachen Tümpeln, den Salzsteppen und den weniger reizvollen Mückenschwärmen diente als Kulisse. "Die Reue des Pierre Guilhem" bescherte uns die wohl schönsten Aufnahmen von Pierre Brice, in der traditionellen Aufmachung eines Gardians mit Schlapphut, buntkariertem Hemd und dem dreigezackten Spieß. Junge Stiere, einem nach den anderen im Galopp von seiner Herde zu lösen und ihm mit einem Eisen das Signum seines Besitzers einzubrennen, musste Pierre Brice wie auch die Geschicklichkeitsspiele mit den Stieren - "Jeux des Toros" unter Aufsicht echter Gardians erlernen. Der ursprünglich nur für das französische Fernsehen, wo er am 20. Januar 1968 ausgestrahlt wurde, produzierte Film, kam nur in der DDR, Schweiz und in Belgien in die Kinos. Vertrieben wurde er von dem VEB Progress-Filmverleih, der sich auf für die Synchronisation in den DEFA-Studios verantwortlich zeigte.