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Pierre Brice in Bottrop
Pierre Brice in Bottrop
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Pierre Brice in "Recht der Tiere"(PDF)zum Herunterladen:
Pierre Brice in Rumänien 2006, 3,19 MB

Pierre Brice ist ein großer Tierfreund und engagierter Tierschützer. Viele Tiere leben bei ihm und seiner Frau Hella. Ihr Gutshof in der Nähe von Paris ist so eine Art „Arche Noah“. Ob Schafe, Ziegen, Katzen, Hunde oder Pferde. Pierre Brice hat für alle ein Plätzchen frei. So hatte er Schafe, die sein Anwesen pflegten, und die beiden vietnamesischen Hängebauchschweine Arthur und Bacon.

„Tiere sind unser großes Glück“, sagt Pierre Brice, „seit über 45 Jahren habe ich Tiere um mich herum und immer mindestens einen Hund. Menschen haben mich öfter mal enttäuscht, Tiere nie. Hunde sind sehr lieb und ausgesprochen treu. Alle meine Hunde waren und sind das.“

Pierre Brice: "Wenn ich nicht arbeite, liebe ich es, auf dem Lande zu leben, spazierenzugehen, Tiere um mich zu haben, mich um die Hausarbeiten zu kümmern und zu reiten. Ich liebe meine vier Wände und sehne mich nicht danach überall mitzumischen."

Langeweile kommt bei Pierre Brice zu Hause nie auf. Gassi gehen, füttern, Streicheleinheiten verteilen. Pierre und Hella Brice haben jede Menge zu tun. Ein Leben ohne Tiere können die beiden sich nicht vorstellen. Die drei Schafe von Pierre und Hella heißen Hummi, Hella und Gabi (Das sind die Namen der Drillingsschwestern).

Pierre Brice Lieblingshunde sind französische Bulldoggen und deutsche Schäferhunde.

Die bekannteste Bulldogge ist wohl der kleine schwarze „Titus“ gewesen, der immer eifersüchtig über sein Herrchen wachte und Geschichte schrieb, als er in Elspe bei einem Treff von Pierre Brice und dem damaligen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau, diesen ins Bein biss. Pierre konnte sich damit entschuldigen, dass sein Hund eben „schwarz“ sei. Titus wurde 15 Jahre alt.

Die beiden Schäferhunde von Pierre Brice und Hella hießen Maggy und Kanto. Die beiden wurden Eltern von Fünflingen. Pierre wollte unbedingt bei der Geburt dabei sein.

Er kämpfte gerade bei den Karl-May Festspielen in Bad Segeberg um den Schatz im Silbersee, als Hella Brice anrief:“ Es ist so weit, Maggy bekommt ihre Babys.“ Zwischen zwei Vorstellungen, die Reste der Winnetou Schminke noch im Gesicht, nahm Pierre das nächste Flugzeug von Hamburg nach Paris und kam gerade noch rechtzeitig.

Der einzige Rüde aus dem Fünflingswurf wurde von Pierre Brice auf den Namen „Brice“ getauft. Langweilig war es nie im Hause Brice mit den Tieren, immer für ein Abenteuer bereit.

Zur Zeit besitzen Pierre und Hella Brice vier Hunde, zwei französische Bulldoggen, die Schäferhündin „Prinzesse“ und den Mischling „Winnetou“. „Prinzesse“ und „Winnetou“ stammen aus Rumänien.

Pierre Brice liebt nicht nur seine eigenen Tiere, sondern arbeitet seit Jahren mit dem „Bund gegen Missbrauch der Tiere“ (bmt) zusammen. Mit viel Engagement unterstützt er die Auslandsprojekte dieser Tierschutzorganisation. Mit Worten und seinem guten Namen, aber auch ganz konkret, indem er zwei Straßenhunde aus dem rumänischen Tierheim bei „Brasov“ holte und bei sich zu Hause aufnahm.

In Rumänien gibt es auch das erste Schutzreservat für Bären aus privater Gefangenschaft, für Bären die z.B. in Wanderzirkussen, in Restaurants oder auf Privatgrundstücken in Käfigen und Verschlägen gefangen gehalten werden. Sie locken Gäste an und Kunden sind gut fürs Ego ihrer Besitzer und gut fürs Geschäft. Die Bären aber leiden. Sie fristen ihr Dasein in feuchten Verschlägen, schlafen jahrelang auf Beton. Bei manchen führen die seelischen Nöte zur Selbstverstümmelung. Das Schutzreservat für die Bären ist eine Initiative der Rumänin Christine Lapis und sie hat prominente Unterstützung. Pierre Brice und Brigitte Bardot übernahmen die Schirmherrschaft. 2006 wurde der Bärenpark von Pierre Brice eingeweiht.

Pierre Brice hatte Zeit seines Lebens mit Tieren zu tun, sei es privat, in Sachen Tierschutz oder beruflich. Für seine Rolle des legendären „Winnetou“ lernte er vor nunmehr 48 Jahren das Reiten. Er hatte schon oft tierische Filmpartner wie Pferde, Löwen, Affen, Wölfe und Schlangen.

In dem ZDF-Vierteiler „Die Hütte am See“ spielte Pierre Brice die Rolle des Pariser Tierarztes Michel Calmus. Zu den Dreharbeiten hatte er sogar seine eigenen Pferde aus Frankreich mitgebracht.

Für die Weihnachtsgala „Stars in der Manege“ 1984 wagte sich Pierre Brice sogar in das Löwengehege des Zirkus Krone. Das Publikum war begeistert. Pierre war mutig, aber doch sichtlich erleichtert, als die Vorstellung vorbei war. Er hatte Angst, deer Applaus mache die Löwen unruhig.

In einem Interview des bmt ist Pierre Brice mal gefragt worden, wie wichtig Tiere für Menschen und besonders für die Entwicklung von Kindern sind.

Die Antwort von Pierre Brice: „Tiere sind enorm wichtig. Wenn Kinder lernen, dass Tiere ihre Freunde sind und sie mit Respekt behandeln, werden sie auch die Menschen mit Respekt behandeln. Wenn ein Mensch Tiere schlecht behandelt, hat er auch keinen Respekt vor dem würdevollen Leben eines Menschen.“
Internetrecherche: Rosemarie Weiler
Verfasser: Rosemarie Weiler, Martina Schneider