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Pierre Brice ist ein großer Tierfreund und engagierter
Tierschützer. Viele Tiere leben bei ihm und seiner Frau
Hella. Ihr Gutshof in der Nähe von Paris ist so eine
Art Arche Noah. Ob Schafe, Ziegen, Katzen, Hunde
oder Pferde. Pierre Brice hat für alle ein Plätzchen
frei. So hatte er Schafe, die sein Anwesen pflegten, und die
beiden vietnamesischen Hängebauchschweine Arthur und
Bacon.
Tiere sind unser großes Glück, sagt
Pierre Brice, seit über 45 Jahren habe ich
Tiere um mich herum und immer mindestens einen Hund. Menschen
haben mich öfter mal enttäuscht, Tiere nie. Hunde
sind sehr lieb und ausgesprochen treu. Alle meine Hunde waren
und sind das.
Pierre Brice: "Wenn ich nicht arbeite, liebe ich
es, auf dem Lande zu leben, spazierenzugehen, Tiere um mich
zu haben, mich um die Hausarbeiten zu kümmern und zu
reiten. Ich liebe meine vier Wände und sehne mich nicht
danach überall mitzumischen."
Langeweile kommt bei Pierre Brice zu Hause nie auf. Gassi
gehen, füttern, Streicheleinheiten verteilen. Pierre
und Hella Brice haben jede Menge zu tun. Ein Leben ohne Tiere
können die beiden sich nicht vorstellen. Die drei Schafe
von Pierre und Hella heißen Hummi, Hella und Gabi (Das
sind die Namen der Drillingsschwestern).

Pierre Brice Lieblingshunde sind französische Bulldoggen
und deutsche Schäferhunde.
Die bekannteste Bulldogge ist wohl der kleine schwarze Titus
gewesen, der immer eifersüchtig über sein Herrchen
wachte und Geschichte schrieb, als er in Elspe bei einem Treff
von Pierre Brice und dem damaligen NRW-Ministerpräsidenten
Johannes Rau, diesen ins Bein biss. Pierre konnte sich damit
entschuldigen, dass sein Hund eben schwarz sei.
Titus wurde 15 Jahre alt.
Die beiden Schäferhunde von Pierre Brice und Hella hießen
Maggy und Kanto. Die beiden wurden Eltern von Fünflingen.
Pierre wollte unbedingt bei der Geburt dabei sein.
Er kämpfte gerade bei den Karl-May Festspielen in Bad
Segeberg um den Schatz im Silbersee, als Hella Brice anrief:
Es ist so weit, Maggy bekommt ihre Babys. Zwischen zwei
Vorstellungen, die Reste der Winnetou Schminke noch im Gesicht,
nahm Pierre das nächste Flugzeug von Hamburg nach Paris
und kam gerade noch rechtzeitig.
Der einzige Rüde aus dem Fünflingswurf wurde von
Pierre Brice auf den Namen Brice getauft. Langweilig
war es nie im Hause Brice mit den Tieren, immer für ein
Abenteuer bereit.
Zur Zeit besitzen Pierre und Hella Brice vier Hunde, zwei
französische Bulldoggen, die Schäferhündin
Prinzesse und den Mischling Winnetou.
Prinzesse und Winnetou stammen aus
Rumänien.
Pierre Brice liebt nicht nur seine eigenen Tiere, sondern
arbeitet seit Jahren mit dem Bund gegen Missbrauch der
Tiere (bmt) zusammen. Mit viel Engagement unterstützt
er die Auslandsprojekte dieser Tierschutzorganisation. Mit
Worten und seinem guten Namen, aber auch ganz konkret, indem
er zwei Straßenhunde aus dem rumänischen Tierheim
bei Brasov holte und bei sich zu Hause aufnahm.
In Rumänien gibt es auch das erste Schutzreservat für
Bären aus privater Gefangenschaft, für Bären
die z.B. in Wanderzirkussen, in Restaurants oder auf Privatgrundstücken
in Käfigen und Verschlägen gefangen gehalten werden.
Sie locken Gäste an und Kunden sind gut fürs Ego
ihrer Besitzer und gut fürs Geschäft. Die Bären
aber leiden. Sie fristen ihr Dasein in feuchten Verschlägen,
schlafen jahrelang auf Beton. Bei manchen führen die
seelischen Nöte zur Selbstverstümmelung. Das Schutzreservat
für die Bären ist eine Initiative der Rumänin
Christine Lapis und sie hat prominente Unterstützung.
Pierre Brice und Brigitte Bardot übernahmen die Schirmherrschaft.
2006 wurde der Bärenpark von Pierre Brice eingeweiht.

Pierre Brice hatte Zeit seines Lebens mit Tieren zu tun, sei
es privat, in Sachen Tierschutz oder beruflich. Für seine
Rolle des legendären Winnetou lernte er vor
nunmehr 48 Jahren das Reiten. Er hatte schon oft tierische
Filmpartner wie Pferde, Löwen, Affen, Wölfe und
Schlangen.
In dem ZDF-Vierteiler Die Hütte am See spielte
Pierre Brice die Rolle des Pariser Tierarztes Michel Calmus.
Zu den Dreharbeiten hatte er sogar seine eigenen Pferde aus
Frankreich mitgebracht.
Für die Weihnachtsgala Stars in der Manege
1984 wagte sich Pierre Brice sogar in das Löwengehege
des Zirkus Krone. Das Publikum war begeistert. Pierre war
mutig, aber doch sichtlich erleichtert, als die Vorstellung
vorbei war. Er hatte Angst, deer Applaus mache die Löwen unruhig.
In einem Interview
des bmt ist Pierre Brice mal gefragt worden, wie wichtig
Tiere für Menschen und besonders für die Entwicklung von Kindern sind.
Die Antwort von Pierre Brice: Tiere sind enorm
wichtig. Wenn Kinder lernen, dass Tiere ihre Freunde sind und
sie mit Respekt behandeln, werden sie auch die Menschen mit
Respekt behandeln. Wenn ein Mensch Tiere schlecht behandelt,
hat er auch keinen Respekt vor dem würdevollen Leben eines
Menschen. | |
Internetrecherche: Rosemarie Weiler
Verfasser: Rosemarie Weiler, Martina Schneider |
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