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© 2000 - 2012 Dr.-Ing. Martina Schneider
for Pierre Brice
Impressum |
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Ernst und engagiert betrachtet Pierre Brice seine Aufgaben
als UNICEF-Botschafter. Er nutzt seinen Bekanntheitsgrad
als Winnetou-Darsteller um zu helfen. Es begann Ende 1994
mit einer verlorenen Wette bei "Wetten, dass ...?".
Daraus entwickelte sich eine ausgedehnte Spendenaktion
für Bihac. Mit dem gespendeten Geld wurden Medikamente,
Kleidung und Lebensmittel für Kranken- und Waisenhäuser
sowie 5000 Familien nahe Tuszla gekauft. Mitte Juni 1995
brach Pierre Brice mit dem Pierre-Brice-Hilfskonvoi ins Kriegsgebiet auf. Nach zwölf Tagen kehrte
er zurück. Er wurde festgenommen, beschossen und
von der bosnischen Mafia verfolgt.
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Anti-Landminen-Projekt |
Pierre Brice reiste 1999 als UNICEF Botschafter nach Kambodscha, um sich
vom Anti-Landminen-Projekt der Hilfsorganisation ein eigenes,
erschütterndes Bild zu machen. "In Kambodscha habe ich
geweint", sagte Pierre Brice, der als Soldat in Indochina
selbst im Bereich einer detonierenden Landmine war, nach seinem
Besuch. In einem von UNICEF errichteten Rehabilitationszentrum
traf er die elfjährige Savie. Zusammen mit ihrem Bruder hat
sie am Fluss Wasser holen wollen, als sie auf eine versteckte
Landmine getreten ist, die ihren Bruder schwer verletzt und
sie selbst ein Bein gekostet hat. Der zu Hilfe eilende Vater
hat eine zweite Mine ausgelöst, die ihn ebenfalls schwer verletzt
hat. Die Mutter hat alles beobachtet. Als sie zu ihren Kindern
und ihrem Ehemann wollte, hat eine dritte Mine ihr das Leben,
dem Mann seine Frau, den Kindern ihre Mutter genommen. Nachdem
Savie "sehr würdig und ganz ruhig", wie Pierre Brice
auffiel, von dem Unglück erzählt hat, rief sie herzzerreißend
nach ihrem Vater, während Brice sie "ohnmächtig und sprachlos"
zu trösten versuchte. Das Trauma, den Schock und die Erinnerung
wird die kleine Savie nie verwinden können. Abgesehen von dieser
psychischen Belastung wurde sie auch körperlich verletzt. Ein
Bein musste ihr unterhalb des Knies abgenommen werden. Mit weiteren
chirurgischen Eingriffen, schlimmstenfalls mit weiteren Amputationen
ist zu rechnen, da ihre Knochen sich noch im Wachstum befinden.
So kann Pierre Brice
unterstützt werden!
Jedes Jahr werden immer noch bis zu 20.000 Menschen durch Landminen verletzt, verstümmelt oder getötet - trotz des internationalen Anti-Personen-Minen-Vertrages vom 1. März 1999. UNICEF hilft den Kindern bei der Verarbeitung der tragischen Vorfälle in
Rehabilitationszentren. Die Organisation finanziert den Opfern
Rollstühle, Krücken und Prothesen. Weiterhin lässt UNICEF
Schulen bauen und erstellt Unterrichtsmaterialien, in denen
Kindern das richtige Verhalten gegenüber Landminen beigebracht
wird. Lehrer und andere erzieherischen Bezugspersonen werden
zu Fortbildungen geschickt, um Kinder über die Gefahren aufklären
zu können. Die Opfer werden in die Gesellschaft reintegriert
- was nicht immer einfach ist, denn einige Teile der Gesellschaft
grenzen Behinderte aus. Seele und Körper existieren im Zusammenspiel;
eine Behinderung wird als Zeichen eines unstattlichen Vorlebens gedeutet.
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