| Produktion |
Rialto Film Preben Philipsen
Film-produktion und Filmvertrieb GmbH Jadran Film
Société Nouvelle de Cinématographie |
Drehzeit |
01.07.1963 bis 10.09.1963 |
| Sprecher Winnetou |
Christian Wolff | Atelier-aufnahmen |
CCC-Studio, Berlin-Spandau |
| Starfotos |
Lothar Winkler | Presse-/Verleih-fotos |
Gerd-Victor Krau, Karl Heinz Vogelmann, Klaus Collignon |
| Außen-aufnahmen | Jugoslawien: Mali Alan bei Obrovac, Zrmanja-Canyon bei Obrovac, Zecevo bei Kistanje, Krka-Fälle bei Skradin, Roski-Fälle bei Drnis, Platak bei Rijeka, Grobnik Polje bei Rijeka |
| Uraufführung |
11.12.1963: München im Mathäser-Filmpalast
20.12.1985: Kinos der DDR |
| TV-Erstaus-strahlung | 30.03.1973: BBC 1 (GB) 30.04.1974: ZDF
25.12.1982: DDR 1 |
| Auszeichnung |
FBW-Prädikat: wertvoll
Goldene Leinwand 1964: mehr als 3 Mio. Besucher
Bambi 1965: geschäftlich erfolgreichster deutscher
Film 1964 |
| Drehbuch |
H. G. Petersson mit Piet ter Ulen (Gerhard F. Hummel) |
Musik |
Martin Böttcher |
Mit
"Winnetou I" startete Horst Wendlandt ein halbes
Jahr nach dem "Schatz im Silbersee" die erfolgreiche
Karl-May-Film-Serie. Pierre Brice erhielt einen Vierjahres-Vertrag.
Damit war der neugeborene Winnetou-Star Garant für
eine Reihe zukünftiger Karl-May-Filme. Bis auf wenige
bedeutende Ausnahmen (Marie Versini, Mario Adorf) war
es das gleiche Team - fast 120 Köpfe zählend,
das in die die Küstenorten Zadar, Sibenik und Rijeka
aufbrach. Dieses Mal mit einem Etat etwa 2 Mio. Euro ausgestattet.
Die Dekorationen und die 150 Pferde mit ihren 50 Stuntmen
nahmen den größten Anteil ein. Neben dem indianischen
Pueblo entstand die Western-Stadt Roswell mit dem großen
Saloon, der für diesen Film dreimal aufgebaut werden
musste. Karl-May-Film-Kenner wissen, dass eine Westernlok
in 10 s ihn in Grund und Boden rammt. Für diesen
Effekt holte man nicht nur aus einem Museum in Belgrad
eine alte Lokomotive, baute sie kurzerhand in eine Lokomotive
der Great Western Railroad um, sondern erweiterte die
Streckenführung der jugoslawischen Staatsbahn, obwohl
"amerikanisches Westernfeeling" in dem sozialistischen
Yugoslawien nicht gerade erwünscht war. Schließlich
erforderten die unwegsamen 15 verschiedenen Drehorte besondere
logistische Lösungen: In 150 Versandkisten wurde
der Requisitenfundus von Drehort zu Drehort transportiert.
In einer Karawane von 30 Personen- und Lastkraftwagen
folgten die Darsteller und das Produktionsteam. Da es
in Jugoslawien nach wie vor keine Büffel gibt, bediente
man sich eines Tricks zur Aufnahme von Santers Büffeljagd.
Man schnitt einfach Szenen aus dem amerikanischen Western
"The Last Hunt" ein.
Fanden die Dreharbeiten zu "Der Schatz im Silbersee"
noch unbeobachtet von den Medien statt, verfolgte ein
Fernsehteam die Dreharbeiten zu "Winnetou 1"
für eine 30minütige Fernsehsendung "Winnetou
in den Schluchten des Balkan". Diese war der Anfang
der umfangreichsten Pressekampagne für einen Kinofilmserie
der 60er Jahre in Deutschland. "Winnetou I"
wurde 1964 in Paris und 1965 in Los Angeles uraufgeführt.
Pierre Brice: "Als ich
damals die Rolle bekam, war ich sehr glücklich. Es
hat mir unheimlich viel Spaß gemacht - obwohl ich
zusammengerechnet fast 3 Jahre meines Lebens in einem
nassen Zimmer mit nicht funktionierender Dusche und einem
Essen, das mir Magenkrämpfe verursachte, verbrachte."

|