Pierre Brice in "Winnetous Rückkehr"
Winnetous Rückkehr
Pierre Brice in einer Drehpause in Mexiko
Mein Freund Winnetou
Pierre Brice in "Mein Freund Winnetou"
Mein Freund Winnetou
Pierre Brice in "Mein Freund Winnetou"
Mein Freund Winnetou

Mein Freund Winnetou
Die Karl-May-Filme mit Pierre Brice
Die Karl-May-Festspiele mit Pierre Brice
Fernsehserien mit Winnetou
  Winnetous Rückkehr
  Mein Freund Winnetou

Prolog:

"Da ich mich für die Kulturgeschichte des indianischen Volkes interessiere, ist es mir wichtig, mein Publikum mit dessen Sitten und Gebräuchen vertraut zu machen. Für mich ist gerade Winnetou die ideale Schlüsselfigur, um anderen den indianischen Geist näher zu bringen. Ich kämpfe in dieser Figur nicht nur für Gerechtigkeit, sondern auch gegen Intoleranz, Gewalt und Rassismus. Winnetou soll Appelle an jedermann richten, sich für ein Miteinander und für eine Verständigung einzusetzen. Auch soll er uns daran erinnern, dass die Natur der Ursprung aller Dinge ist."
Pierre Brice

Aus diesen Gründen arbeitete Pierre Brice in der freien Zeit neben seinem Gastauftritt in "Der Ölprinz" bei den Karl-May-Festpielen Elspe an einem Exposee für einen Kinofilm, der authentisch und realistisch auf die Geschichte und Kultur der nordamerikanischen Indianer eingehen sollte. In diesem war Winnetou kein Wilder im Sinne Karl Mays, sondern ein Mensch, der uns als Lehrer durch die Welt der Indianer Nordamerikas führt. Eine Welt, die einerseits durch Leid, Missgunst, Diskriminierung, Hass, Ungerechtigkeiten und Grausamkeiten, anderseits durch ihre Traditionen und ihre Lebensweise geprägt ist. Als das WWF (ARD) und die Schweizerische Rundfunkgesellschaft Pierre Brice anbot, daraus eine Fernsehserie zu machen, entstand im Frühjahr 1979 vier Monate in Mexiko "Mein Freund Winnetou". Die Serie lief erfolgreich in der Schweiz, Frankreich, DDR und im deutschen Vorabendprogramm. So entschlossen sich im Sommer 1980 Pierre Brice und Drehbuchautor Jean-Claude Deret, der in erster Ehe mit einer Indianerin verheiratet gewesen war, weitere Ideen für "Winnetou und die weiße Büffelfrau" auszuarbeiten.

Erst 15 Jahre später konnte Pierre Brice - trotz einer erfolgreichen Unterschriftenaktion für die Fortsetzung von "Mein Freund Winnetou" - einen Vertrag für eine weitere Winnetou-Fernsehserie im ZDF unterschreiben, die ab 1996 durch die Regina-Ziegler-Filmproduktion aus Berlin realisiert wurde.

"Mein Freund Winnetou" und "Winnetous Rückkehr" integrieren Fakten und Stationen aus der indianischen Geschichte. Die Dialoge beschreiben das Bestreben nach Frieden, einem harmonischen Nebeneinander der Völker und einem Leben im Einklang mit der Natur. Gemeinsam ist beiden Serien auch, dass sie authentisch bei der Wahl der Drehorte, der Filmausstattung und der Kostüme sind. Letztere wurden von Mario Luraschi, einem Freund von Pierre Brice, angefertigt und zur Verfügung gestellt. Ganz unbemerkt am Rande: Für beide Serien besitzt Hella Brice die exklusiven Fotorechte, da sie auch als Filmfotografin auf den Sets arbeitete. Bei der Uraufführung von "Mein Freund Winnetou" gab der französische Verlag Flammarion den Bildband "Winnetou, le Mescalero" mit ihren Fotos heraus.